Das Heute ist der ideale Zeitpunkt um sich einzubringen.
Baukultur.jetzt!

Gezieltes Fördern statt Gießkanne

Der Gesetzesentwurf zum Kommunalinvestitionsgesetz 2017 wird nach dem eben erfolgten Ministerratsbeschluss dem Nationalrat zur verfassungsmäßigen Behandlung vorgelegt.

Entwurf Kommunalinvestitionsgesetz 2017 (KIG 2017) vom 28.03.2017
Quelle: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/I/I_01583/index.shtml

Es geht um eine erfreuliche und sinnvolle zukünftige Sonderausschüttung von 175 Millionen Euro aus Bundesmitteln insbesondere zur Sanierung und Errichtung kommunaler Infrastruktur, wie beispielsweise Kindergärten, Schulen, Sport- und Freizeitanlagen, Seniorenbetreuungseinrichtungen, Anlagen des öffentlichen Verkehrs, des öffentlichen Wohnbaus, Wasser- und Abwasser-, Abfallentsorgungs-, Breitbandversorgungsanlagen, sowie Abbau baulicher Barrieren.

Wissend um seine bedeutende Rolle in Wertschätzung und Umsetzung von Baukultur in Österreich sieht sich der Bund in seiner Verantwortung, durch Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen, durch umfassende Förderung und durch unsere Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung erfassende Bewusstseinsbildung, sich für diese einzusetzen. So empfahl der von der Österreichischen Bundesregierung beauftragte und dem Nationalrat vorgelegte Baukulturreport 2011 die Erarbeitung baukultureller Leitlinien, die im Sommer 2017 dem Ministerrat zur Beschlussfassung vorliegen werden.

Tatsache ist: Unsere geschundenen Landschaften, unsere Natur, unsere zersiedelten und im Kern zuhauf entleerten Zentren dürsten nach einer flächensparenden, vorausschauend aktiven und kompetenten Bodenpolitik, wie sie beispielsweise von der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) Ende 2016 empfohlen wurde. Unsere Gemeinden dürsten nach einem konsequenten baukulturellen Handeln auf allen Ebenen der Politik und der Gebietskörperschaften. Aus dem vorliegenden Gesetzesentwurf sollten wir für das Gemeinwohl mehr herausholen.

Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK)
Die Österreichische Raumordnungskonferenz wurde 1971 gegründet und ist eine von Bund, Ländern und Gemeinden getragene Einrichtung zur Koordination der Raumordnung auf gesamtstaatlicher Ebene.
Quelle: http://www.oerok.gv.at/die-oerok/



Die Vergabe der Finanzmittel mit einem Förderschlüssel von 25% können ohne großen Aufwand an weitere sinnvolle quantitative und vor allem qualitative Kriterien geknüpft werden, die sich nicht nur baukulturell sehr positiv auswirken werden. Unterm Strich zahlen sich klare Spielregeln wie zum Beispiel fairer und offener Wettbewerb immer aus. Bekennen wir uns dazu und nutzen wir die im Entwurf vorliegenden baukulturellen Leitlinien des Bundes, um diese und andere bereits existente baukulturell relevanten Empfehlungen bereits jetzt in den Gesetzesentwurf KIG 2017 für alle gewinnbringend einzuweben.

Wohn- und Städtebau neu gedacht

Klimawende - wozu und wie?

Klimawende - wozu und wie?